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Jugendoffiziere im Fokus

Die Jugendoffiziere der Bundeswehr sind gefestigte und gut ausgebildete Persönlichkeiten. Als Referenten für Sicherheitspolitik sind sie Mittler zwischen der Bundeswehr und der Öffentlichkeit. Sie zeichnen sich durch Medienkompetenz und mehrjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation aus.

Eine typische Ausbildung gibt es nicht

Die militärische Laufbahnen der jungen Offiziere sind vielfältig. Gemeinsam ist allen ein erfolgreiches Studium an einer der Universitäten der Bundeswehr in Hamburg oder München. Die möglichen Fächer sind beispielweise Volks- und Betriebswirtschaftlehre, Geschichte, Pädagogik, Sozial- und Politikwissenschaften oder Maschinenbau.

Die Ausbildung zum Offizier umfasst auch die fachliche militärische Qualifikation. Neben rein militärischen Abschnitten werden in Führungslehrgängen überzeugende Persönlichkeiten geformt. Wichtiges Element ist der Aufbau von Schlüsselqualifikationen, wie soziale Kompetenz, Fachkompetenz und Methodenkompetenz.

Entgegen vieler Stereotypen basiert die Menschenführung der Bundeswehr nicht ausschließlich auf Befehl und Gehorsam. Als moderne militärische Führer fühlen sich alle Offiziere dem Leitbild der Inneren Führung verpflichtet.

Durch die tägliche Aufgabenstellungen ist ein funktionierendes Projekt- und Organisationsmanagement für Jugendoffiziere von großer Bedeutung. Die richtige Planung, Organisation und Durchführung sind dabei essentiell. Dies bedeutet auch die Absprache mit Dritten, zum Beispiel bei Seminarplanungen. Die Kosten- und Zeitfaktoren spielen bei angestrebter hoher Qualität des Ergebnisses eine große Rolle. Die richtige Beurteilung einer Situation und die daraus gezogenen richtigen Schlußfolgerungen sind ein weiteres wichtiges Merkmal eines Offiziers.

Im Rahmen ihrer Ausbildung besuchen die Öffentlichkeitsarbeiter die Akademie für Information und Kommunikation der Bundeswehr. Ziel ist es, die Gesprächsführung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu erlernen und den Umgang mit Medienvertretern zu schulen. Die stete Weiterbildung der Medienkompetenz ist ein dauerhaftes Ziel der Akademie während der gesamten Tätigkeit des Jugendoffiziers.

 

Wissen

Kurz nach der Gründung der Bundeswehr (1955) wurde bereits die Institution "Jugendoffizier" 1958 ins Leben gerufen. Sie waren und sind eine einmalige Einrichtung einer Armee in Europa.

Geschaffen wurden die Jugendoffiziere durch den damaligen Generalinspekteur, General Adolf Heusinger. Dies geschah vor dem Hintergrund der Diskussion um die Wiederbewaffnung Deutschlands und den sich verhärtenden Positionen der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs.

Damals wie heute erläutern die Jugendoffiziere Auftrag, Aufgaben und Wehrpflicht in der Öffentlichkeit. Sie bieten dabei eine offene und umfassende Information rund um die Streitkräfte für die Bevölkerung.